10 September 2014

Hommage an die Geschichte und die Handwerker von Jaquet Droz

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Als neue technische Herausforderung hat sich die Marke aus La Chaux-de-Fonds einer Taschenuhr mit Jaquet-Droz-Signatur angenommen, die vollständig um ein originales Uhrwerk aus dem 18. Jahrhundert konzipiert wurde, dem einzigen Überbleibsel einer einst vollständigen Uhr. Begeben wir uns auf eine Reise durch die Zeit, um das höchst traditionelle Savoir-faire der Uhrmacherei vergangener Zeiten zu entdecken.

J080033004 THE-POCKET WATCH JAQUET DROZ FRONT AND BACK

Einer derartigen Herausforderung begegnet ein leidenschaftlicher Uhrenliebhaber nur selten in seinem Leben. Ausgehend von einem Jaquet-Droz-Uhrwerk aus dem späten 18. Jahrhundert, haben die Handwerker einen einzigartigen Zeitmesser erschaffen, der sowohl auf die mechanische Überlegenheit von Jaquet Droz verweist als auch auf den Sinn für das Schöne und das Gespür der Marke für ästhetische Raffinesse.

Das aus privater Hand stammende, historische Uhrwerk mit einem auch Spindel genannten Steigrad, das den Werkstätten von Jaquet Droz überlassen wurde, ist ein Klassiker der Uhrmacherkunst. Diese historische Hemmung, die aus dem 13. Jahrhundert stammt, war bis Mitte des 19. Jahrhunderts vorherrschend in der Uhrmacherei. Hier steht das Hemmungsrad in einem rechten Winkel zur Spindel der Unruh und sorgt für ihr Schlagen. Über einen Zeitraum von sechs Monaten wurde das Uhrwerk vollständig auseinandergenommen, gereinigt und restauriert.

Ohne die Originalvergoldung der Platine und Brücken zu beschädigen, wurden die eingebohrten Löcher wieder gefüttert und die Zapfen poliert. Die Nachbildung und das Wiedereinsetzen eines fehlenden Zahns stellten den Uhrmacher auf eine harte Geduldsprobe. Wie vor über 300 Jahren wird das Uhrwerk mit einem Schlüssel aufgezogen, der unter dem Stundenindex eingeführt wird. Da auch er verloren gegangen war, musste er von unseren Werkstätten neu entworfen und hergestellt werden.

J080033004 THE-POCKET WATCH JAQUET DROZ MOUVEMENT DATING FROM THE 18TH CENTURY

In den Werkstätten haben sich die Emailmaler, Graveure und Edelsteinfasser von Jaquet Droz bei der Entwicklung der neuen Ausstattung für die Uhr von Modellen der damaligen Zeit inspirieren lassen, um die Codes einer Châtelaine-Uhr mit denen der Marke verschmelzen zu lassen: die dezente Signatur, das vierblättrige Kleeblatt sowie die Kombination von Anzeigen mit römischen Ziffern für die Stunden mit arabischen Ziffern für die Minuten. Über dem von Hand bemalten und mit dem Zirkel veredelten Zifferblatt drehen zwei Zeiger mit weiblichen Kurven ihre Runden. Manuell aus poliertem Stahl gefertigt und über der Flamme gebläut, greifen sie das Symbol der Lilie auf. Getreu der damaligen Mode ist das aus 18 Karat Gold gefertigte Gehäuse mit Rubinen und Perlen besetzt, die nach den Schmucktechniken des 18. Jahrhunderts gefasst wurden. Und auch die Rückseite wurde sorgsam verziert: Ein emaillierter Boden, dessen glattes und einheitliches Blau sehr viel Arbeitszeit in Anspruch nahm, feine Goldplättchen und ein guillochierter Boden verleihen dieser Taschenuhr ihre unnachahmliche Kostbarkeit. 

Diese ebenso elegante wie raffinierte Taschenuhr ist eine Ode an die Kunstwerkstätten von Jaquet Droz und an den grenzenlosen Erfindergeist des Menschen. Inspiriert von einer legendären Vergangenheit und gefertigt für eine Gegenwart, in der Träume eine immer größere Rolle spielen, ist diese ebenso außergewöhnliche wie einzigartige Uhr dem Jaquet Droz Museum vorbehalten. 

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